Für Menachem und Fred ging es früher von
Hoffenheim nach Neidenstein

Die den Holocaust überlebenden Brüder Dr. Menachem Mayer und Fred Raymes haben mit ihrem Buch „Aus Hoffenheim deportiert“ (2008) und ihrem preisgekrönten Film „Menachem & Fred“ (2009) eine ganz besondere Erinnerung an das jüdische Leben im Kraichgau geschaffen. Sie erzählen darin von ihrer Deportation im Jahr 1940, ihrer Trennung, ihrer wundersamen und schmerzhaften Wiederbegegnung mit Hoffenheim, mit ihrem Schicksal und ihrer Kindheit. Darunter sind auch Erinnerungen an glückliche Tage, als sie zum Beispiel regelmäßig die Großmutter in Neidenstein besuchten und dabei den Waldweg von Hoffenheim über Zuzenhausen ins Burgdorf benutzten.

Aus diesem Grund ist der acht Kilometer lange Weg den beiden ehemaligen Hoffenheimer Brüdern, Menachem und Fred, die heute in Israel und den USA leben, gewidmet.

Beide werden an diesem Donnerstag noch einmal „ihren Weg durch Felder und Wald““ gemeinsam gehen. Ihre Erinnerungen sind auch die Wegbegleiter, die auf drei Info – Tafeln (Bahnhof Hoffenheim, Gigglerskopf Zuzenhausen, Bahnhof Neidenstein) entlang der Wanderstrecke als Spuren des lebendigen jüdischen Lebens nachzulesen sind und enthüllt werden. Gleichzeitig erhalten die Wanderer und Spaziergänger auf den Tafeln historisches Hintergrundwissen über das jüdische Leben in Hoffenheim und Neidenstein, sowie Aspekte der Heimatgeschichte der Gemeinden Zuzenhausen und Eschelbronn. Zusätzlich ist die mit einem eigenen Symbol markierte Wanderstrecke GPS – tauglich und mit insgesamt zehn Geocaching – Stationen ausgestattet. In der Von - Venningen - Halle findet der Abschluss dieses außergewöhnlichen Projekts in einem feierlichen Rahmen statt.

Quelle: http://www.lokalmatador.de/Pages/ArticleDetail.aspx?id=fa916906-742f-4362-8ce0-712fd46a418d